NAME: Kostyuk Aleksandr Nikolayevich
Geburtsdatum: 11. Oktober 1972
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 125 Tage in der Untersuchungshaftanstalt
Derzeitige Einschränkungen: Haftanstalt
Satz: eine Strafe von 6 Jahren Freiheitsentzug mit Verbüßung im Straflager des allgemeinen Regimes, verbunden mit dem Verbot, Tätigkeiten auszuüben, die die Veröffentlichung von Aufrufen und anderen Materialien in öffentlich zugänglichen informations- und telekommunikationstechnischen Netzwerken, einschließlich dem Internet, betreffen, für 3 Jahre sowie mit einer Freiheitsbeschränkung für die Dauer von 1 Jahr
Aktueller Standort: Detention Center № 1, Tver Region

Kostyuk Aleksandr Nikolayevich, born 1972, Detention Center № 1, Tver Region, Ul. Vagzhanova, 141, Tver, Tver Region, 170010

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Hinweis: Die Erörterung von Themen im Zusammenhang mit der Strafverfolgung ist in Briefen nicht erlaubt; Andere Sprachen als Russisch werden nicht bestanden.

Biographie

Der friedliebende Gläubige Alexander Kostiuk wurde für ihn unerwartet zum Beschuldigten in einem Strafverfahren wegen seines Glaubens – im Juli 2023 führten Ermittlungsbeamte eine Hausdurchsuchung bei ihm durch.

Alexander wurde im Oktober 1972 in Potsdam (Deutschland) geboren. Er hat eine jüngere Schwester. Als Alexander fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Twer um. Seine Eltern sind Rentner. Der Vater nahm an der Beseitigung der Folgen des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl teil und ist in die Invaliditätsgruppe II eingestuft.

In seiner Kindheit interessierte sich Alexander für Ringen und Leichtathletik, und angeln zählte ebenfalls zu seinen Hobbys. Nach dem Schulabschluss besuchte er ein Technikum, wo er einen Abschluss als Mechaniker für Wartung und Reparatur von Autos erwarb. Nach der Ausbildung diente er einige Zeit auf Vertragsbasis bei der Marine am Schwarzen Meer. Später arbeitete Alexander im Innenausbau, und in den fünf Jahren vor Einleitung des Strafverfahrens war er als Schädlingsbekämpfer tätig.

Während seines Wehrdiensts lernte Alexander die Zeugen Jehovas kennen und setzte sein Bibelstudium fort, nachdem er nach Hause zurückgekehrt war. Er war beeindruckt davon, dass gläubige Menschen nach biblischen Grundsätzen leben und Liebe gegenüber anderen zeigen. Im April 1994 entschied er sich für den christlichen Lebensweg; später schloss sich ihm auch seine Schwester an.

Seine Frau Alevtina lernte Alexander im selben Jahr kennen. Drei Jahre später heirateten sie. Alevtina war seit ihrer Kindheit mit biblischen Lehren vertraut und fasste, wie Alexander, 1994 den Entschluss, Christin zu werden. Besonders gefiel ihr der Plan Gottes in Bezug auf die Erde. Alevtina arbeitet freiberuflich in einer Baufirma. Sie strickt gerne, zieht Blumen und bewirtschaftet einen kleinen Garten. Das Ehepaar verbringt gern Zeit in der Natur, übernachtet im Freien und sitzt gemeinsam am Lagerfeuer.

Alexander und Alevtina haben drei erwachsene Kinder. Die beiden älteren Söhne arbeiten als Facharbeiter im Innenausbau, die jüngste Tochter ist Hundefriseurin. Die Söhne haben bereits eigene Familien.

Das Strafverfahren brachte zusätzliche Schwierigkeiten für die Gläubigen mit sich. Alexanders Bankkonten und Karten wurden gesperrt. Seine Eltern, die seine religiösen Ansichten nicht teilen, zeigen sich empört über das ungerechte Urteil. Angehörige und Freunde von Alexander machen sich Sorgen um ihn und unterstützen ihn auf vielfältige Weise.

Fallbeispiel

Im Sommer 2023 leitete der Untersuchungsausschuss ein Strafverfahren gegen Zeugen Jehovas aus Tver ein: Aleksandr Kostyuk, Maksim Barbazyuk und den Rentner Valeriy Tolmazov. Ihre Häuser wurden durchsucht, danach wurden sie bis spät in die Nacht verhört. Die Gläubigen wurden beauftragt, gemeinsame Bibeldiskussionen abzuhalten, was die Untersuchung mit extremistischer Aktivität gleichsetzte. Im Juli 2024 ging der Fall vor Gericht. Im Februar 2026 wurde das Urteil verkündet: jeweils 6 Jahre in einer allgemeinen Kolonie des Regimes.
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