Biographie
Im Februar 2019 fand in Surgut und mehreren anderen Städten des Autonomen Kreises Chanty-Mansijsk eine der umfangreichsten Einsätze von Ermittlungsbeamten gegen Gläubige statt. 7 Personen berichteten von Folter, 3 befanden sich über lange Zeit in Untersuchungshaft, und die Gesamtzahl der Angeklagten in Strafverfahren überstieg 20. Einer von ihnen ist Igor Petrow.
Igor wurde 1969 im Dorf Turdakowo (Rajon Porezk, Republik Tschuwaschien) geboren. Er ist das älteste Kind der Familie und hat einen Bruder sowie eine Schwester. Die Kindheit verbrachten sie in Schymkent (Kasachstan). Igor schnitzte gerne Holz und nähte Kleidung. Er absolvierte eine Ausbildung zum Tischler und Möbelschreiner. 1994 zog er auf der Suche nach Arbeit nach Surgut (Autonomer Kreis Chanty-Mansijsk). Dort arbeitete er als Zimmermann und Maurer. Später fand er eine Anstellung als Gabelstaplerfahrer bei „Surgutneftegas“.
Einige Jahre nach dem Umzug lernte Igor seine zukünftige Frau Larissa kennen. Die Schönheit und Praktikabilität biblischer Grundsätze beeindruckte beide und veränderte ihr Leben positiv. Bald beschlossen sie, ihr Leben konsequent gemäß der Bibel zu führen. Igor und Larissa heirateten 2001, zwei Jahre später wurde ihr Sohn Matwei geboren. Die Familie spielt gerne Gesellschaftsspiele, verbringt Zeit in der Natur und reist.
Als Igors Mutter erfuhr, dass gegen ihren Sohn aufgrund seines Glaubens ein Strafverfahren eingeleitet wurde, konnte sie kaum nachvollziehen, wie ein so einfacher, freundlicher und fleißiger Mensch des Extremismus beschuldigt werden konnte. Im Dezember 2023 verhängte das Gericht gegen Petrow 6 Jahre und 5 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Wenig später entschied der russische Botschafter in der Republik Kasachstan, ihm die russische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Im Juni 2026 erklärte das Gericht des Autonomen Kreises Chanty-Mansijsk dies für rechtswidrig und stellte Petrows Rechte wieder her.
